Welche E-Scooter sind schon heute „2027-ready“?
Am 19. Dezember 2025 hat der Bundesrat der umfassenden Reform der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) zugestimmt. Ziel dieser Novelle ist es, die Sicherheit zu erhöhen und die Regeln für eScooter stärker an die von Fahrrädern anzupassen.
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Obwohl die neuen technischen Pflichten (wie die Blinkerpflicht) offiziell erst nach einer Übergangsfrist ab Anfang 2027 für Neuzulassungen bindend werden, gibt es bereits jetzt Modelle, die diese Standards vollumfänglich erfüllen und somit als besonders zukunftssicher gelten.
Hier ist eine Auflistung von eScootern, die die neuen Anforderungen bereits heute berücksichtigen:
1. Premium-Klasse (Höchste Sicherheitsstandards)
Diese Modelle verfügen über integrierte Blinker vorne und hinten sowie fortschrittliche Bremssysteme, die den neuen Anforderungen an die Fahrstabilität entsprechen.
- Egret GT & Egret X+: Diese Modelle des Hamburger Herstellers setzen Maßstäbe bei der Beleuchtung. Sie haben fest integrierte, zertifizierte Blinker und eine überdurchschnittliche Bremsleistung durch hydraulische Scheibenbremsen.
- IO Hawk Elite X 2.0 / Phoenix: Bekannt für ihre Robustheit, bieten diese Scooter nicht nur Blinker, sondern auch ein Fahrwerk, das die von der Novelle geforderte erhöhte Fahrdynamik-Sicherheit (Stabilität bei Bodenwellen) locker erfüllt.
- Trittbrett Hilde: Ein High-End-Scooter mit Blinkern von Kellermann, die zu den hellsten am Markt gehören und die Sichtbarkeit beim Abbiegen massiv erhöhen.
2. Allrounder & Mittelklasse
Diese Scooter sind ideal für Pendler und erfüllen die neuen Regeln hinsichtlich der Anzeige der Fahrtrichtung und der technischen Zuverlässigkeit.
- Ninebot Segway Max G2 D: Einer der meistverkauften Scooter weltweit. Er hat bereits integrierte Blinker im Lenker und erfüllt alle Kriterien der novellierten eKFV (inkl. Doppeltrommelbremse/elektronischer Bremse).
- VMAX VX2 Pro / VX4: Der Schweizer Hersteller rüstet seine “Pro”-Modelle standardmäßig mit Blinkern aus. Zudem punkten sie durch eine sehr präzise Beschleunigungskontrolle.
- Slidefox NT: Ein leistungsstarker Allrounder, der bereits ab Werk mit einem kompletten Blinkersystem ausgestattet ist.
3. Preis-Leistungs-Tipp
Modelle, die erschwinglich sind, aber dennoch nicht an der Sicherheit (Blinker & Bremsen) sparen.
- Xiaomi Electric Scooter 4 Pro (Gen 2): Xiaomi hat bei der zweiten Generation des “Pro” Blinker direkt in die Lenkerenden integriert, um den europäischen Sicherheitswünschen (und nun Gesetzen) nachzukommen.
- Trittbrett Sultan: Ein kompakterer Scooter, der dennoch das volle Sicherheitspaket inklusive Blinkern bietet.
Was hat sich am 19.12.2025 genau geändert?
Die wichtigsten Punkte der Gesetzesänderung im Überblick:
| Thema | Neue Regelung |
| Blinkerpflicht | Neue Modelle müssen ab 2027 Blinker haben. (Bestandsmodelle haben Bestandsschutz). |
| Grünpfeil | eScooter dürfen nun wie Fahrräder an roten Ampeln mit Grünpfeilschild rechts abbiegen. |
| Parken | Kommunen erhalten mehr Möglichkeiten, das Abstellen (besonders von Leih-Scootern) strenger zu regeln. |
| Haftung | Einführung der Gefährdungshaftung (ähnlich wie bei PKW) – der Halter haftet stärker bei Unfällen. |
| Beschilderung | Schilder wie „Radverkehr frei“ gelten künftig automatisch auch für eScooter. |
Warum ein Modell mit Blinkern jetzt schon sinnvoll ist
Auch wenn für alte Scooter ohne Blinker ein Bestandsschutz gilt, ist der Kauf eines konformen Modells ratsam:
- Sicherheit: Handzeichen geben bei 20 km/h auf kleinen Reifen ist instabil und gefährlich.
- Wiederverkaufswert: Scooter ohne Blinker werden ab 2027 deutlich schwerer zu verkaufen sein.
- Akzeptanz: Mit Blinkern werden Sie von Autofahrern eher als vollwertiger Verkehrsteilnehmer wahrgenommen.



